Was ist die Vereinbarung?
Verstehen der Vereinbarung: Was jeder Physiotherapeut wissen muss, bevor er seinen Status wählt. Funktionsweise, Herausforderungen, Konsequenzen, Schwelle von 40 % +1 und Frist vom 15. Dezember, um seine Entscheidung informiert zu treffen.
Verstehen der Vereinbarung: Was jeder Physiotherapeut wissen muss, bevor er sich positioniert
Was ist die Vereinbarung im Bereich Physiotherapie?
Die Vereinbarung ist ein nationaler Vertrag zwischen dem INAMI und dem Beruf.
Historisch wurde sie geschaffen, um sowohl den Patienten als auch den Physiotherapeuten zu schützen:
• klare und zugängliche Rückerstattung für den Patienten garantieren;
• dem Physiotherapeuten einen stabilen Rahmen, finanzielle Sicherheit und ausgewogene Arbeitsbedingungen bieten.
Im Laufe der Zeit wurde sie zum Dokument, das festlegt:
• die Honorare;
• die Rückerstattung;
• den administrativen Rahmen;
• die mit dem Status verbundenen Prämien.
Im Gegenzug hält sich der niedergelassene Physiotherapeut an die vorgeschriebenen Tarife und Verpflichtungen des Rahmens.
Der nicht niedergelassene Physiotherapeut verzichtet auf die Prämien, behält jedoch eine Tarifautonomie. Ein Prinzip, an dem viele Physiotherapeuten festhalten.
Die Mehrheit von uns bleibt dem Prinzip der Vereinbarung verbunden. Wir haben diesen Beruf nicht gewählt, um reich zu werden, sondern um unsere Patienten zu pflegen, zu helfen und zu begleiten.
Die eigentliche Frage ist:
Unter welchen Bedingungen können wir das richtig, menschlich und nachhaltig weiter tun?
Was die Vereinbarung im Laufe der Jahre geworden ist
Was einst ein Gleichgewicht war, ist zu einer Last geworden:
• Tarife, die nicht mehr den Lebenshaltungskosten folgen,
• wachsender administrativer Aufwand,
• unvollständige, aber bald obligatorische Digitalisierung,
• Prämien als Druckmittel,
• steigende Anforderungen ohne wirkliche Unterstützung.
Viele Physiotherapeuten fühlen sich erschöpft und oft wenig geschätzt.
Sich niederlassen oder nicht niederlassen: zwei Entscheidungen, zwei Logiken
Sich niederlassen:
✔ Prämien,
✔ Stabilität,
✔ bessere Verständlichkeit für die Patienten,
❌ Status für 12 Monate blockiert, ohne schnelle Anpassungsmöglichkeit.
Nicht niederlassen:
✔ Tarifautonomie,
✔ Möglichkeit, schnell zur Vereinbarung zurückzukehren, ohne auf ein Jahr zu warten,
❌ Verlust der Prämien,
❌ weniger günstige Rückerstattung…
➡️ es sei denn, man erreicht 40 % + 1 der Nichtniederlassung.
Die Schwelle von 40 % + 1: ein Schlüsselelement
Wenn sich 40 % + 1 der Physiotherapeuten nicht niederlassen:
➡️ gibt es keine Erstattungsdiskriminierung mehr für die Patienten. Sie werden wie bei einem niedergelassenen Physiotherapeuten erstattet.
Die Vereinbarung besteht weiter, aber die Botschaft wird unbestreitbar:
Wir unterstützen das Prinzip, nicht die aktuellen Bedingungen.
Diese Schwelle schafft ein echtes Machtverhältnis, um eine gerechtere nächste Vereinbarung zu erzielen, sowohl für die Patienten als auch für die Physiotherapeuten.
Zwei verschiedene, beide legitime Visionen
1. Vision „Sicherung“
Niedergelassen bleiben: Stabilität, Prämien, Kontinuität der Pflege.
2. Vision „Hebelwirkung“
Nicht niederlassen: starke Botschaft, Flexibilität, konstruktiver Druck auf zukünftige Vereinbarungen.
Diese beiden Visionen widersprechen sich nicht. Sie spiegeln zwei Realitäten des Feldes wider.
Also… was soll man wählen?
Diese Wahl berührt:
• unsere Arbeitsbedingungen,
• das Gleichgewicht zwischen Patient und Physiotherapeut,
• den administrativen Aufwand,
• das Überleben unseres Berufes,
• die kollektive Botschaft an das INAMI.
➡️ Das Wesentliche: Verstehen, bevor man ein Kästchen ankreuzt.
Und akzeptieren, dass jeder eine Entscheidung trifft, die mit seiner Realität übereinstimmt.
⏳ Frist : 15. Dezember
➡️ Die Physiotherapeuten haben bis zum 15. Dezember Zeit, ihren Status auf ProSanté.
📝 Wichtiger Hinweis (Ask)
Bis zum 15. Dezember gibt es zwei wesentliche Maßnahmen für jeden Physiotherapeuten:
1. Wählen Sie Ihren niedergelassenen/nicht niedergelassenen Status
→ in voller Kenntnis der tatsächlichen Auswirkungen.
2. Melden Sie, was an der Reform nicht stimmt
→ über die offiziellen Kanäle (siehe unseren letzten Beitrag),
→ damit die Probleme dokumentiert, sichtbar und berücksichtigt werden.
Diese beiden Maßnahmen ergänzen sich:
- eine betrifft deinen Status,
- die andere betrifft die Zukunft des gesamten Berufsstandes.