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24/10/2025

Kinesitherapie-Reform ASK: für mehr Anerkennung, Freiheit & Kohärenz

Vorschlag von ASK zur Reform der aktuellen Nomenklatur in der Kinesitherapie

ASK-Mitglied
Réforme kiné ASK : pour plus de reconnaissance, de liberté & de cohérence

Die Feststellung

Heute arbeiten die belgischen Kinesitherapeuten in einem Rahmen, der weder der Realität vor Ort noch den aktuellen Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht.

Auf 18 begrenzte Behandlungen, eine eingefrorene Vergütung, eine nahezu fehlende Anerkennung der Zeit, die für Befundungen, Prävention oder Koordination aufgewendet wird …

Wir sind uns bewusst, dass das heutige System das Ergebnis jahrelanger ungefähren Steuerung ist: ein Modell, das Fehlentwicklungen zugelassen hat, mitunter einen übermäßigen oder schlecht ausgerichteten Verbrauch von Versorgung. Unser Beruf verdient Besseres – auf allen Ebenen.

Die WHO hat den sozialen und budgetären Einfluss von muskuloskelettalen Störungen bereits aufgezeigt. Unser Beruf ist ein wesentlicher Akteur für die öffentliche Gesundheit und für das wirtschaftliche Gleichgewicht unserer Gesellschaft. Doch wir können Einschränkungen, die diesem sozialen und wirtschaftlichen Interesse widersprechen, nicht akzeptieren.

Wenn eine Reform notwendig ist, muss sie unter Achtung der Arbeit der Kinesitherapeuten erfolgen: die Nomenklatur modernisieren – ja; auf Kosten der beruflichen Würde – nein.

Wir fordern eine Partnerschaft: ein Geben und Nehmen, kein Erdulden.

ASK ist der Ansicht, dass es möglich ist, die Nomenklatur zu modernisieren, ohne den Beruf zu schwächen und ohne die öffentlichen Ausgaben zu erhöhen.

Das Prinzip: die sinnvolle Zeit aufwerten, nicht die Menge

ASK schlägt vor, auf dem neuen System von Zeiteinheiten (ZE) von 15 Minuten aufzubauen, wie es im aktuellen Kontext vom Technischen Komitee für Kinesitherapie vorgeschlagen wird, dabei jedoch die Realität der Praxis anzuerkennen.

Ein einfaches Beispiel:

  • Vollständige Befundung: 30 bis 45 Min. → 2 bis 3 Einheiten
  • Folgesitzung: 30 bis 60 Min. → 2 bis 4 Einheiten

Jeder Kinesitherapeut kann Dauer und Häufigkeit anpassen – je nach Bedarf des Patienten –, statt eine fixe Anzahl von Behandlungen mit starrer Dauer anzuwenden.

Ein konkretes und faires Modell

Für eine Behandlung bei einer häufigen Pathologie:

  • 1 Befundung (3 ZE) + 6 Folgesitzungen (12 ZE) = 15 anfängliche ZE
  • Möglichkeit der Verlängerung bis auf 25 ZE mit Zustimmung des behandelnden Arztes

Die meisten häufigen Pathologien entwickeln sich innerhalb von 2 Monaten Betreuung günstig. Mit den 15 anfänglichen ZE ist es möglich, in diesen 2 Monaten 7 Sitzungen durchzuführen (etwa 1x/Woche), und mit der Verlängerung durch den behandelnden Arzt käme man auf mehr als 3 Monate Betreuung.

Natürlich wird jeder Kinesitherapeut frei sein, diese Abstände anzupassen – je nach den Patienten, denen er begegnet –, abhängig von der Pathologie, dem bio-psycho-sozialen Kontext und den Erwartungen des Patienten.

Einige Patienten benötigen höhere Sitzungskontingente, und wir vergessen sie nicht: Wir möchten dafür kämpfen, mehr Pathologien in die anderen Kategorien (Fa, Fb, …) aufzunehmen, um diesen bedürftigen Patienten einen echten therapeutischen Rahmen zu bieten und nicht mehr zahlreiche häufige Pathologien, die Jahr für Jahr als „Joker“ genutzt werden.

Aufwertung der Kinesitherapeuten & staatliche Einsparungen verbinden

Da wir effizienter sein müssen, muss der Stundentarif aufgewertet werden: Unser Vorschlag zielt darauf ab, unsere Aufwertung zu erhöhen und zugleich Einsparungen zu erzielen, um die staatliche Zustimmung zu erhalten.

Das Budget einer aktuellen Betreuung beträgt 30,80€ x 18 Behandlungen = 554,4€.

Wir schlagen der Regierung eine Einsparung von 54€ pro Patient vor, bei einer netto Aufwertung: 25 ZE vergütet zu 20€/ZE.

Die Kinesitherapeuten würden eine klare Anerkennung erhalten: eine Erhöhung von 61,6€/h auf 80€/h!

💬 Klar gesagt: besser bezahlt für eine gezieltere Arbeit.

Das Gleichgewicht: Freiheit, Anerkennung, Effizienz

Der Vorschlag von ASK beruht auf drei Säulen:

1️⃣ Klinische Freiheit: Jeder Kinesitherapeut entscheidet je nach Pathologie über Rhythmus und Verlauf.

2️⃣ Anerkennung des Know-hows: Befundungen und wirksame Konsultationen werden endlich mit 80€ pro Stunde aufgewertet.

3️⃣ Wirtschaftliche Tragfähigkeit: Der Staat spart 54€ pro Patient und verbessert zugleich die Qualität der Versorgung.

Wovon alle profitieren

Der Kinesitherapeut: eine stärker am Patienten ausgerichtete und besser aufgewertete Praxis.

Der Patient: eine besser angepasste, eigenverantwortliche und wirksame Betreuung.

Der Staat: ein rationelleres und sparsamers Kostenerstattungssystem.

Zusammenfassend

Diese Reform ist kein fauler Kompromiss: Sie ist eine Versöhnung von Versorgungsqualität und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.

ASK will zeigen, dass es einen realistischen Weg gibt, der die Kinesitherapeuten respektiert und mit den Zielen der öffentlichen Gesundheit vereinbar ist.

🩵 ASK – das Bündnis von gesundem Menschenverstand und Anerkennung

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